Tips
Hier landen ungefragt gute Ratschläge, die wir weitergeben wollen, weil wir im tiefen Schnee versunken sind, unserer Tochter Merle langweilig wurde, wir eine Unterkühlung erlitten oder das Essen zu fad schmeckte…….

Tip Nr. 1 stammt eigentlich von Patrick
Funktionsunterwäsche mit Merinowolle mit dem Wollprogramm ohne Weichspüler waschen, nicht oder nur mit geringer Umdrehungszahl schleudern und dann liegend trocknen, damit sie nicht außer Form gerät – ja was tut man nicht alles für seine Lieblinge -
Tip Nr. 2 stammt auch von Patrick
keine “Spiel – Ski” für die Kleinen benutzen, wenn dann richtig – sonst ist es so, als wenn man mit eckigen Rädern Fahrrad fährt
– danke
Tip Nr. 3 Nuckis
Immer Nuckis wenn kritisch oder kalt zu werden droht.
Alternative: Essen, Trinken. eine Rückentrage!
Tip Nr. 4 von Jan
TIP: Wer um dieses Jahreszeit nach Skandinavien fährt sollte mit Schnee, Eis (auch auf Hauptstraßen) und Temperaturen im Bereich zw. -20 bis -30 (in Tälern) rechnen. Und zwar als Dauerzustand.
Das heißt für den Menschen: Zwiebelsystem bei der Bekleidung. Sehr gute Schuhe (in Läden wie Globetrotter, wird man was die Temperatursicherheit von Schuhen angeht gut beraten. Schuhe die für bis zu -40 Grad gekennzeichnet sind würden wir empfehlen. Allerdings gilt: Rumstehen kann man nie lange. Wer sich nicht bewegt beginnt im Nu zu frieren. Eine schmerzhafte Erfahrung für Merle die sich gerne auf die Schultern nehmen lässt. Gesichtsschutz (Skimaske) wird vor allem für Kinder Pflicht. Und noch der Hinweis. Es ist hier eine andere Kälte. Besonders bei Windstille, wird die inländische sehr trockene Kälte nicht so schnell als unangenehm wahrgenommen. Vorsicht: so entstehen schnell leicht Erfrierungen an Händen und Gesicht.
Für das KFZ gilt: Winterreifen sind selbstverständlich. Schneeketten nicht nur dabei haben sondern am besten schon zu Hause ausprobiert haben. Man braucht sie ganz sicher. Wir haben uns eine neue Batterie einbauen lassen (unsere war ein paar Jahre alt). Es hat sich gelohnt. Fast alle die (in Detuschland noch gut funktionierende) etwas ältere Batterien drin hatten, brauchten spätestens nach der zweiten frostigen Nacht Starthilfe. Besonders die Diesel. Frostschutz in Kühlwasser. Frostschutz in die Scheibenwischanlagen (habe ich gemacht, ist trotzdem eingefrohren…mist). Türgummis einschmieren. Je nach Schliessmechanismus (alte Passats), Nachts nicht die Türen abschliessen, sonst bekommt man sie im Zweifelsfall am morgen nicht mehr auf. Da nutzt auch Türschlossenteiser wenig. Grundsätzlich gilt: Man muss von längeren Perioden tiefer Temperaturen ausgehen. Nicht wie in Deutschland mal ein zwei Tage. Wir haben hier seit unserer Ankunft nur zwei Tage erlebt, die wärmer als -10 Grad wahren und an denen hat es geschneit wie wild. Tages!!!!höchsttemperaturen von -20 kommen häufiger vor. Trotz Klimawandel etc.. (früher, heißt es soll es hier noch kälter gewesen sein)
Tip Nr. 5 auch von Jan
Was tun wenn jemand erkrankt? In Deutschland würde man zum Arzt gehen und am Wochenende vielleicht zur Notaufnahme. Letzteres kann man hier auch machen. Ist es aber ein Wochentag und geht es nur um einen Husten, dann ist alles etwas anderes als In Deutschland.
Wo man hingehen sollte, erfährt man an einer der zahlreichen Touristeninformationen. Meist zur Vardcentral, was sowas wie eine Gemeinschaftspraxis(Poliklinik Anm. Geetrje) ist.
Grundsätzlich ist der Ablauf der Folgende: Nummer ziehen und warten, dass man drankommt (übrigens auch in Apotheken). Man kommt dann aber nicht zum Arzt, sondern nur zum Empfang. Dort darf man dann vortragen, was man meint zu haben und seine Krankenkassenkarte und Adresse hinterlassen. Dann wird man wieder warten geschickt. Diesen Teil -so sagte man uns- kann man auch via Telefon erledigen und bekommt dann einen Termin, der meist sehr genau eingehalten wird. Was ja gut ist. Anders als in Deutschland. Anders ist auch, dass man jetzt aber nicht den Arzt zu Gesicht bekommt, sondern eine Krankenschwester. Es folgt eine kurze Anamnese und wenn die Schwester/der Pfleger meint ein Arzt Termin sei nötig, bekommt man diesen auch. Meist auch zeitnah, so, dass wir z.B. schon am Nachmittag wiederkommen konnten. Wieder wird der Termin von Seiten des Arztes pünktlich eingehalten. Alles was dann kommt, ist wie fast bei uns. Verschreibungsfreudig sind die Ärzte meist nicht, aber sie nehmen sich richtig Zeit. Insofern ist dieses System, dass so umständlich wirkt vielleicht gar nicht schlecht. Die Spreu wird vom Weizen getrennt, man kommt pünktlich ran und der Arzt hat Zeit. Soweit wir in Erfahrung bringen konnten, bekommen die Ärzte hier ein Festgehalt und daher haben sie die Ruhe weg. Außerdem scheint es fast nur Gemeinschaftspraxen (Poliklinik Anm. Geertje) zu geben und eben Krankenhäuser.